
Beleuchtung
Um ein möglichst natürliches Licht zu bekommen, haben wir 1 Leuchtstoffröhre von 1,2 Meter Länge "Tageslichtvollspectrum" 36 Watt (am günstigsten im Baumarkt) eingebaut.
Als zusätzliche Licht bzw. Wärmequelle sind 2 HQL-Lampen mit je 125 Watt an günstig gelegen Sonnenplätzen für die Tiere angebracht.
Für die Gesundheit und das Wachstum der Leguane sorgt eine UV-B 5.0 Röhre, der Firma Arcadia an der Decke.
Belüftung
Bodengrund
Zur besseren Reinigung und zum Schutz vor Feuchtigkeit wurde die Bodenplatte mit 1mm Teichfolie ausgelegt.
Als Bodengrund benutzen wir grobe Buchenholzspäne, mit denen wir schon bei unserem kleinen Terrarium sehr gute Erfahrungen gemacht haben.
Die Späne speichern sehr gut die Feuchtigkeit ohne dabei zu verschimmeln.
Trotzdem sollte man eine monatliche komplette Reinigung der Teichfolie und Erneuerung des Bodensubstrates beibehalten.
Die Hauptwärmequellen des Terrariums stellen die unter dem Punkt Beleuchtung erwähnten HQL-Lampen dar. Sie dienen den Leguanen als Sonnenplätze und erwärmen das Terrarium in den oberen Regionen auf ca. 30° - 35° Celsius. Im unteren Teil pendelt die Temperatur zwischen 24° - 26° Celsius.
Die Sonnenplätze erreichen eine Temperatur von 36° - 38° Celsius. Nachts sorgt ein 500 Watt Frostwächter, stufenlos regelbar von 5° - 40° Celsius dafür, daß die Temperatur nicht zu weit abfällt.
Im
Grunde genommen besteht bei der Auswahl der Kletteräste eine sehr große
Vielfalt, wobei man aber beachten sollte, daß die Äste nicht zu glatt
sein dürfen. (Trotz der Krallen haben wir schon mehrere Rutschpartien
beobachtet)
Aus diesem Grund
haben wir uns bei unseren Kletterästen im Terrarium für eine Korkrinde
entschieden, da sie eine, für die Leguane sehr griffige Oberfläche
hat. Im übrigen wiegt sie so gut wie nichts. Auch für unseren
Freikletterbaum im Wohnzimmer haben
wir uns dieser Korkrinden bedient.
Man kann natürlich auch einfache Birkenäste benutzen, welche aber in der Regel mit Ungeziefer belastet sind.
Um jegliches Ungeziefer (fast) auszuschließen sollte man die Äste sehr lange unter heißem Wasser und unter Benutzung einer Wurzelbürste stark abschrubben und mindestens 1 Woche vor oder auf der Heizung trocknen lassen.
Klimaregelung
Für die Luftfeuchtigkeit sorgt eine Beregnungsanlage der Firma ENT mit 5 Nebeldüsen die mehrmals am Tag über eine elektronische Zeitschaltuhr eingeschaltet wird. Morgens und Mittags jeweils 1 und Abends 2 Minuten.
Damit die Düsen nicht verkalken empfehlen wir destilliertes Wasser (Osmose Wasser)
Zusätzlich läuft über mehrere Stunden ein Wasserfall, der über einen Eheim-Außenfilter betrieben wird.
Rahmenbau
Die Grundlage für den Bau unseres Terrariums bilden zwei Nut und Feder Sperrholzplatten (200cmx65cm pro Platte), die wegen der Stabilität auf 6 Balken (10cm x 10cm) verschraubt wurden.Zur Befestigung der Wände dienen eine aus Dachlatten gefertigte Umrandung.
Da wir nur die rechte und die Frontseite aus Glas haben, wurde hier jeweils noch eine weitere Dachlatte befestigt, so daß zwischen den Latten die Scheiben eingesetzt werden konnten.
Zur Befestigung der aus Pressholzplatten bestehende Rück- und linken Seitenwand
haben wir ebenfalls Dachlatten genommen. Diese wurden senkrecht an den drei
Ecken befestigt und mit den Wänden fest verschraubt. Der Stabilität wegen
wurden von hinten Dachlatten gegengeschraubt.
Der nächste Schritt war dann die Befestigung der Ablagen, die später als Liege
bzw. Fressplätze sowie als Halterung für den Ultraschallvernebler dienen
sollen.
Als letztes in Sachen Rahmen wurden die Glasscheiben eingesetzt. Auch wieder
in einen Rahmen aus Dachlatten.
Damit
das Terrarium einen möglichst natürlichen Eindruck erweckt, wurde die
Rückwand felsenähnlich gestaltet.
Als erstes wurde die Rück- und linke Seitenwand komplett mit 50 mm starken
Styroporplatten beklebt. Als zweiten Schritt haben wir die Platten für die
Ablagen zurecht geschnitten und ebenfalls verklebt. Die übrig gebliebenen
Stücke haben wir einfach durcheinander auf den beiden Wänden verteilt.
Um nun den eigentlichen rauen und felsenähnlichen Eindruck zu bekommen haben
wir die kompletten Styroporplatten und Stücke mit der Heißluftpistole bearbeitet,
so daß das Styropor erst schmolz und dann durch Erkalten hart wurde.
Jetzt hatten wir zwar einen rauen und felsenartigen Hintergrund, aber alles
in Weiß sah nun mal nicht aus, und richtig stabil war es auch noch nicht.
Also
wurde im Baumarkt ein 25kg Sack Fliesenkleber gekauft. Für die erste Schicht
haben wir ihn mit viel Wasser angerührt und alles angestrichen, trocknen
lassen und den ganzen Vorgang noch fünfmal wiederholt. Trocknungszeit zwischen
den einzelnen Vorgängen ca. 10 Stunden. Nun hatten wir zwar die Stabilität,
aber so dunkel wollten wir die Wände auch nicht haben.
Also wurde noch einmal Fliesenkleber angerührt aber diesmal haben Abtönfarbe
(für Außen) dazugemischt, alles noch einmal gestrichen und trocknen
lassen, jetzt hatten wir die Wände so wie wir sie haben wollten.
Als letztes kam unser Brunnen an die Reihe. Auch dieser besteht komplett aus Styropor. Hier konnte man seiner Fantasie freien Lauf lassen.
Delta-Terrarium
Bauphasen des Terrarienbaus
Hier entsteht ein Kurzbericht über die einzelnen Bauphasen der Terrarien.
Bauphasen Terrarium 1 (Fertigstellung xx.2001)
Bauphasen Terrarium 2 (Fertigstellung 12.2003)
Dendrobates Ventrimaculatus
Das Verbreitungsgebiet dieser Art verläuft von den Anden über das gesamte Amazonastiefland. Die Tiere leben in Höhen von 0 bis 1000 Metern, sind nicht ausschließlich Bodenbewohner, sondern befinden sich auch oft in höher gewachsenen Bromelien oder dichtem Gestrüpp. Oft findet man sie auch im Tieflandregenwald in Plantagen.
Durch
die Verschieden Höhen liegen die Temperaturen im Hochland bei ca. 30
Grad Celsius, sowie im
Tiefland gerade mal 25 Grad Celsius gemessen werden können.
Es gibt Arten, die geblschwarz gerstreift sind, aber auch rotschschwarz gestreifte Tiere. Diese Farbvarianten hängen stark vom Lebensraum der Tiere ab. Die Beine aller dings sind immer gefleckt, von gelb über orange bis rot.
Der
Ventrimaculatus erreicht eine Größe von "nur" ca. 19mm
und gehört damit zu einem der kleinsten Dendrobatiden.
Das Weibchen ist an seiner etwas fülligeren From zu erkennen.

Dendrobates Azureus
Die
Temperatur ist an den fließenden Gewässern etwas niedriger als
im Offenen. Sie schwanken
zwischen 22 und 27 Grad Celsius.
Die
Grundfärbung des Dendrobates Azureus ist ein dunkles blau. Der Körper
ist mit schwarzen
Punkten und größeren Flecken versehen.
Das
Männchen ist mit ca. 40mm ausgewachsen und an den sehr großen
Haftschalen des
2,3
und 4 Fingers zu erkennen, das Weibchen hingegen kommt auf eine Größe
von ca. 45mm
und ist an der üppigeren runden From zu erkennen.

Dendrobates Auratus
Die
Temperaturen liegen zwischen 24 und 28 Grad Celsius am Tage. In der Nacht
findet eine Absen-
kung auf ca. 21 Grad Celsius statt.
Von
dieser Art sind viele Populationen in unterschiedlichster Farbgebung bekannt.
Die Grundfärbung ist
meistens schwarz, kann aber auch bronze- oder braunfarben sein. Auf dem
Körper befinden sich dunkel-
oder hellgrüne, oder auch blaue Flecken, Bänder oder Linien.
Die Tiere erreichen Größen von bis zu 42mm wobei das Männchen etwas kleiner bleibt als das Weibchen.

Phyllobates Bicolor
Diese Art findet man nur in einem kleinen Gebiet im westlichen Kolumbien. Der Phyllobates Bicolor ist ein Bodenbewohner des tropischen Regenwaldes und ist in Höhen von 500 bis 600 Meter anzutreffen.
Die
Temperaturen liegen zwischen 24 und 27Grad Celsius am Tage mit Nachttemperaturen
von
um die 20 Grad Celsius.
Die Tiere haben eine gelbe bis gelbgrüne Oberkörperfärbung
wobei die Vorder- und Hinterbeine
eine dunklere Grünfärbung aufweisen.
Sie erreichen eine Größe von ca. 40mm wobei das Weibchen nur an der runderen Körperform zu erkennen ist.

Dendrobates Leucomelas
Diese Art ist in Venezuela beheimatet. Ihr Lebensraum verteilt sich in Höhen von 50 bis 800 Meter bis an die Grenze zu Brasilien. Es sind Bodenbewohner die in flachen Waldgebieten aber auch in höher gelegenen tropischen Wäldern anzutreffen sind.
Die Temperaturen liegen zwischen 26 und 30 Grad Celsius mit Nachttemperaturen von um die
Der grüne Leguan
Die Leguanart, die wohl jeder kennt ist der Grüne Leguan. Ihre Heimat ist vorwiegend Zentral und Südamerika. Sein lateinischer Name lautet „Iguana Iguana" wobei früher von zwei unterschiedlichen Unterarten gesprochen wurde, dem Iguana Iguana und dem Iguana Rhinolopha. Unterschied ist neben der Herkunft (Mexiko und Hunduras) ein kleiner Höcker auf dem Nasenrücken. Heute spricht man nur noch von unterschiedlichen Formen von Iguana.
Der
Grüne Leguan kann eine Länge von max. 2 m erreichen, wobei die Männchen
meistens
größer und stabiler als die Weibchen sind. Der Leguan besitzt einen
großen, makanten Kopf,
einen abgeflachten Körper und Schwanz, welcher ca. 60% der Gesamtlänge
aus macht. Die
Beine sind sehr kräftig und die Finger und Zehen haben scharfe Krallen.
Der Rückenkamm
verläuft vom Nacken bis auf den Schwanz und besteht aus biegsamen Zacken,
vergleichbar
mit einem Kamm.
Um
sein Revier zu verteidigen oder bei der Partnerwerbung stellt der Leguan seine
deutlich erkennbare Kehlfahne auf. Auf der Höhe des Unterkiefers und
unterhalb der äußeren Ohröffnung befindet sich ein weiteres
auffälliges Merkmal des Grünen Leguans, zwei große runde Schuppen.
Als Babys
sind die Leguane noch grasgrün, mit zunehmendem Alter wird die Körperfarbe
dunkler und matter, wobei es auch zu einer blauen, braunen oder rötlichen
Färbung kommen kann. Die Färbung des Kopfes und des Nackens bleiben
immer erkennbar heller.




Zucht:
Unsere Weibchen wurden fast alle zu gleichen Zeit trächtig, fingen alle mit dem Graben an, um sich einen geeigneten Eiablageplatz zu schaffen. Hierfür bevorzugten sie warme aber gleichzeitig auch feuchte Stellen.
Kaum waren die Plätze gefunden legten sie ihre Eier ab. Wir haben sie direkt
entfernt und vorsichtig in den Inkubator überführt. Die Heimchendosen mit
Vermiculit hatten wir vorher schon vorbereitet. Um eine konstante Temeratur zu
halten steht der Inkubator bei uns im Keller. Eingestellt haben wir eine Temperatur
von 29 Grad. Nach 64 Tagen guckte der erste Barti aus seinem Ei. Kurze Zeit
später
war er komplett geschlüpft. Wir haben ihn dann in eine Heimchendose mit
einem
feuchten Küchekrepp gesetzt und noch einen Tag im Inkubator gelassen.
Am nächsten Tag konnte er dann in das Jungtierterrarium gesetzt werden.
Dann folgten Tag für Tag die anderen Kleinen.
Das Terrarium:
Nach mehreren Versuchen haben wir uns auf diese Variante festegelegt. Es hat die Maße von 150 cm x 80 cm x 80 cm. Das Grundgestellt wurde aus OSB-Platten gebaut und dann gefliest. Einen Teil der Rückwand ist mit Epoxiharz modeliert worden. Die Vorderfront besteht aus Flügeltüren mit Glaseinsatz.
<< Fotos >>

Wenn der Barti morgens den Sonnenplatz aufsucht, färbt er sich dunkelbraun bis schwarz. So kann sie die Wärme am Besten aufnehmen. Ist dann die erwünschte "Arbeitstemperatur" erreicht, wechselt er die Farbe in ein helles Gelb oder Braun.
Die Ernährung von jungen zu erwachsenen Tieren ändert sich:
Auf dem Speiseplan für Jungtiere steht hauptsächlich tierische
Nahrung (ca. 90%).
Pflanzliche Nahrung sollte wegen der Vitamine
jedoch ebenso verabreicht werden.
Nicht immer fressen Junge
Bartagame direkt pflanzliche Nahrung, man braucht
Geduld
(aber immer anbieten).
Bei erwachsenen Tieren sollte der pflanzliche Anteil der Nahrung
dem tierischen Anteil überwiegen, was bedeutet, dass der Speise-
plan zu ca. 70 Prozent aus pflanzlicher Nahrung besteht. Die
Fütterrung von lebenden Tieren wie Grillen, Heimchen und Heu-
schrecken sollte im Intervall von 2-3 mal pro Woche erfolgen.
Ansonsten alles was es auf dem Markt gibt, nur bei Kohlsorten sollte man eine Ausnahme machen. Auch Mehlwürmer, Wachsmotten oder Zophobas werden gerne genommen, da sie aber sehr fetthaltig sind sollte man sie nur als Leckerbissen reichen.

Bartagame
Bei diesen Agamen handelt es sich um einen kräftig gebauten Halbwüstenbewohner, der Australien sein Zuhause nennt.
Die Gesamtlänge der Echse beträgt ca. 57 cm, wobei der Schwanz ca. 55% und der Kopf-Rumpfteil 45% ausmacht.
Charakteristisch für Bartagamen, ist der mit Hilfe des Zungenbeinapparates aufstellbare Kehllappen.
Dieser kann beim Männchen völlig und beim Weibchen ansatzweise schwarz gefärbt werden.
Die Echse besitzt einen fast dreieckigen, wuchtigen Kopf, welcher in Richtung des
Halses mit Stacheln versehen ist. Am Hals selbst befindet sich auf jeder
Seite
ein
dunkler Fleck und ein kleiner Stachelkragen.
Entlang der Flanken verlaufen
eine
oder mehrere Stachelreihen. Die Bartagame
besitzt
auf der Oberseite eine
rautenförmige
Körperzeichnung, auf der Unterseite
kann man je
nach Färbung des Tieres
ein
Muster erkennen oder der Bauch ist
grau bis weiß.
Wie viele andere Reptilien,
ist auch die Bartagame in der Lage ihre Haut zu färben,
dies macht sie nicht
stimmungs-, sondern wärmebedingt.
